Einsichten von Pastor Krebber

Abendliche Gedanken beim (Corona-) GlockenlÀuten

Die Detmolder Innenstadt ist groß genug, dass die Augen nicht ĂŒberall hinschauen können. Aber die Stadt ist auch klein genug, dass die Ohren sehr viel aus der City hören können.

In diesen Tagen denke ich oft ĂŒber das Hören der Kirchenglocken nach. Mir scheint, ich selber bin aufmerksamer geworden, so dass mir das GelĂ€ut der Glocken öfter auffĂ€llt als frĂŒher. Ganz sicher geht es auch anderen Menschen so. Mehrmals bin ich auf das LĂ€uten abends um halb acht angesprochen worden. Von verschiedenen Seiten wurde der Dank geĂ€ußert, dass dieses Corona-LĂ€uten immer noch erklingt, und dass es Abend fĂŒr Abend an die Menschen erinnert, die unter der Pandemie zu leiden haben.

Etwas verschĂ€mt nahm ich den Dank entgegen. Nicht jedesmal habe ich ausgeholt zur Richtigstellung; die hole ich hier aber gerne nach: Seit Pfingsten haben die allermeisten Kirchenglocken das Corona-LĂ€uten beendet. Es sind einzig noch zwei Glocken vom Turm der Christuskirche am Kaiser-Wilhelm-Platz, die zu diesem Gedenken aufrufen. Aber sie tun es so eindrĂŒcklich und weithin hörbar, dass es immer noch als allgemeines GlockengelĂ€ut – mit dieser speziellen Botschaft! – wahrgenommen wird. Stellvertretend leisten die Glocken also einen besonderen Dienst. Aufmerksame Hörer gibt es quer durch die ganze Innenstadt. Sie nehmen daran Anteil.

Am Rande sei erwĂ€hnt, dass das GelĂ€ut vom Kirchturm schon immer mit speziellen Botschaften verbunden war. Theodor Fontane hat es in die schöne Zeile gefasst: „Da stopfte, wennÂŽs „Mittag“ vom Turme scholl, der von Ribbeck sich beide Taschen voll“. Heute gibt es zwischen den Detmolder Innenstadtgemeinden eine gewisse Aufteilung. Abgesehen von den Uhren im Schloss, die alle Viertelstunde schlagen, und abgesehen von dem Westminsterschlag der Christuskirche, beginnt der Tag mit einem kurzen MorgengelĂ€ut um 7 Uhr  aus der Erlöserkirche am Markt.

Zur Mittagszeit erschallt eine Glocke vom Turm der Lutherkirche. Schlag 12 ruft auch die katholische Kirche am Schubertplatz mit dem „Angelus-LĂ€uten“ zum Mittagsgebet. Zum Abendgebet lĂ€dt wieder eine Glocke aus der SchĂŒlerstraße. Diese herkömmlichen LĂ€utezeiten sind so selbstverstĂ€ndlich geworden, dass sie kaum jemand mehr wahrnimmt. Anders aber ist es nun um halb acht. Matthias Claudius wird aktuell mit der letzten Strophe seines berĂŒhmten Abendlieds: „…Gott lass uns ruhig schlafen – und unsern kranken Nachbarn auch.“ Die Entwicklung der Corona-Zahlen lĂ€sst befĂŒrchten, dass wir noch lange an die Erkrankten denken mĂŒssen. Aus dem Turm der Christuskirche erhalten wir dazu eine UnterstĂŒtzung.

22.8.2020, Burkhard Krebber

Sonntag, 19. Juli 2020:

Gut vier Monate ist es nun her, dass uns in Deutschland die Covid-19- Pandemie „befallen“ hat. Als spontane Rekation habe ich diese Sparte eröffnet, um – anfangs tĂ€glich – Gedanken, Berichte und Meditationen zu veröffentlichen.

Als ein umfangreiches Kontaktverbot ausgerufen wurde und der normale Alltag zum Stillstand kam, da erschien es erstrebenswert, auch diesen „Kanal“ zur Kommunikation zu nutzen. Mittlerweile aber ist der Ausnahmezustand weitgehend sommerlicher Entspanntheit gewichen. Die Zahl tĂ€glicher Neuinfektionen erscheint mit diesen wenigen FĂ€llen in Lippe kontrollierbar, das individuelle Risiko minimal. Ich selber habe einen unbeschwerten und fast unbeschrĂ€nkten Urlaub im Ausland verbringen können. Trotz des jĂ€hen Schreckens ĂŒber den Shutdown in GĂŒtersloh sind jetzt schon wieder viele Menschen versucht, die Pandemie nur noch in der Vergangenheit zu sehen.

Weltweit zeigt sich indes ein anderes Bild: Fast 14 Millionen Infizierte werden inzwischen gezĂ€hlt, die Zahl der Corona-Toten nĂ€hert sich den 600 000. Die Vereinigten Staaten erdulden immer neue Rekordzahlen. Brasilien hat bei der ZĂ€hlung seiner Infizierten die Zwei-Millionen-Marke ĂŒberschritten, auch in Indien explodieren die Erkrankungen. Die Pandemie ist nach wie vor im Gange, auch wenn es uns hier nicht immer leichtfĂ€llt, die Meldungen mit unserer eigenen so ruhig verlaufenden Situation zusammenzubringen. Dankenswerter Weise hatte die Lippische Landeszeitung einen Artikel veröffentlicht ĂŒber Covid-19 in den PartnerstĂ€dten von Detmold. Allein schon dorthin zu schauen belegt, dass wir nach wie vor von einer großen Gefahr umgeben sind, die beileibe nicht kleingeredet werden darf. Beispiele in aller Welt zeigen, wie prĂ€sent die Gefahr neuer Ansteckungswellen ist; auch dann, wenn unsere Risikowahrnehmung ermĂŒdet ist und wenn wir die immer neuen Zahlen und Covid-19-Fakten schon nicht mehr hören wollen.

Aber Achtung: Das Virus kĂŒmmert sich nicht um unsere ErmĂŒdung. Seine ungebremste Ausbreitung demonstriert das in aller Deutlichkeit. Je lĂ€nger es wĂŒtet, desto klarer wird zudem, welch dramatische Wirkung es im menschlichen Körper, selbst ohne Todesfolge, entfalten kann. Der Kampf gegen die Pandemie ist noch lange nicht vorbei. Umso verantwortungsbewusster sollten wir die sommerliche Ruhe in Detmold genießen. Die Zahl meiner BeitrĂ€ge zum Thema wird vorerst nicht wachsen. Doch aufmerksam sollten wir alle bleiben, in unseren Gedanken, Worten und Werken, die beweisen: Wir stehen zusammen, und wir stehen es zusammen durch.

 

Sonntag, 10. Mai 2020, Burkhard Krebber:

Auf unserer Homepage hatte ich vor Ostern geschrieben ĂŒber das ĂŒberaus rasche Hinunterfahren von allen kirchlichen AktivitĂ€ten. Nie im Leben hĂ€tte ich gedacht, dass so protest-los auf alles verzichtet werden wĂŒrde, was „Kirche“ betrifft. Ich beklagte, dass wir Pastoren offensichtlich nicht „system-relevant“ sind. An diesem Stichwort entzĂŒndete sich ein Leserbrief, dessen Inhalt ich an dieser Stelle weitergebe. Es ist ein Zwischenruf ĂŒber den Sinn der Anwesenheit von Kirche, Pastor und Predigt. Der Autor ist mir persönlich bekannt. Er schreibt mir:

„ Wenn ich das richtig sehe, bist du Vertreter und, ja in gewisser Weise auch Produzent von Produkten wie Glaube, Hoffnung, Liebe, Erlösung.
So, du glaubst also im Ernst, dass du mit deinen Produkten in der NOT mit Produkten wie Autos, Nudeln, Konserven, TĂŒtensuppen oder sogar Klopapier auf eine Stufe gestellt gehörst?

Da lachen doch alle HĂŒhner! Macht uns das satt? Können wir uns damit den Hintern abwischen. Naaheiin!!

Was sagst du ?: „Der Mensch lebt nicht von Brot allein!“ Ach lieber Freund,, du musst noch viel lernen…. Nein, er lebt natĂŒrlich nicht von Brot allein. Nach einer Weile braucht er einen Drink (Woody Allen).

Und glaubst du wirklich, dass du auf eine Stufe gehörst mit einem Feuerwehrmann, einem Friseur oder gar mit einem Amazonboten, der mir wacker die TĂŒtensuppe und das Klopapier bis an die TĂŒr bringt?? Wohl kaum, oder?

Na , da komm doch mal vorbei,  deinen Bauchladen umgehĂ€ngt, voll mit Glaube, Liebe, Hoffnung, Erlösung, bei den Damen und Herren Politikern oder bei uns BĂŒrgerinnen und BĂŒrgern draußen im Lande! Und vergiss die Maske nicht.

Ach mein Freund, ihr oder diese schrĂ€gen Typen von Kunst und Kultur. Was glaubst du, wer ihr seid? Wer braucht das, wenn die Not groß ist?  Sieh  bitte ein: Wichtig ist doch, dass möglichst bald in vollem Umfang die Autoproduktion wieder anlĂ€uft, Fitnessstudios wieder aufmachen und Nagelstudios und Pommesbuden, aber doch nicht die ProduktionsstĂ€tten von Liebe, Kunst, Kultur.
Hier mein Rat: Einige Virologen sagen ja,  die Lockerungen kommen zu frĂŒh, gehen zu weit, es wird zurĂŒckkommen und dann um so heftiger. Also: Bunker Klopapier und TĂŒtensuppen tonnenweise in der Kirche, im Gemeindehaus. Und dann organisierst du einen Schalterverkauf und bleibst so im Kontakt mit den Menschen
“

Ein leichter ironischer Unterton ist diesem Text nicht abzusprechen. In seiner Übertreibung hat er dann auch etwas Tröstliches. Kurzum: Der Text hat mich so getroffen, dass ich mich fĂŒr seine Veröffentlichung stark mache und nicht wage, in seinen Duktus einzugreifen, auch wenn ich hier und da GlĂ€ttungen gerne vorgenommen hĂ€tte.

Burkhard Krebber

Montag, 6.4.2020 (Burkhard Krebber):

Flötentöne sind zu hören, wenn man die „richtigen Ohren“ hat.

Seit Palmsonntag hĂ€ngt ein eigenartiger „Osterweg“ in den Fenstern unseres Gemeindehauses am Markt. Zwölf ausgesuchte Motive des sĂŒddeutschen KĂŒnstlers Sieger Köhler stellen Stationen der Passion Christi dar. Daneben stehen zwölf Bibel-Texte und Betrachtungen zum Leidensweg Jesu.

(Rechte: Sieger Köder, 12 Bilder aus: Bensberger Kreuzweg © Sieger Köder-Stiftung Kunst und Bibel, Ellwangen
www.verlagsgruppe-patmos.de/rights/abdrucke)

Wer Zeit hat, und wer technisch am Mobiltelefon ausgerĂŒstet ist, kann dazu Musik aufrufen: Flötenmusik, die aus dem reichen Schatz unseres Gesangbuches zitiert. Hier sind die Titel zu lesen;  am Markt sind sie zu hören:

0. EinfĂŒhrung: eg 66 Jesus ist kommen

1. Improvisation mit Dissonanzen

2. eg 190.2 Christe, du Lamm Gottes

3. eg 85 O Haupt voll Blut und Wunden

4. eg 361 Befiehl du deine Wege

5. eg 154 Herr, mach uns stark

6. eg 353 Jesus nimmt die SĂŒnder an

7. eg 299 Aus tiefer Not

8. eg 221 Das sollt ihr, Jesu JĂŒnger

9. eg 379 Gott wohnt in einem Lichte

10. eg 165 Gott ist gegenwÀrtig

11. eg 401 Liebe, die du mich zum Bilde

12. eg 99 Christ ist erstanden

5. April 2020, Sonntag vor Ostern (Burkhard Krebber):

Mit dem Palmsonntag beginnt die Karwoche, oder die „stille“ Woche. Er erinnert an Jesu Weg in die Heilige Stadt. Jahrelang hatte er gewirkt mit Wort und Tat, hauptsĂ€chlich in GalilĂ€a, am See Genezareth. Über Jericho war er nach Jerusalem gekommen, zur Metropole, wo man ihm einen begeisterten Empfang bereitet hat: „Hosianna! Gelobt sei, der da kommt im Namen des Herrn, Hosianna!“. So hallte es in allen Straßen und Gassen. Sehr bald danach hatte dieselbe Menge dann geschrien: „Kreuzige ihn!“. War das die Stadt, wo Jesus sich zuhause gefĂŒhlt hat? Den Tempel sah er als Vaterhaus an. Dort sollte der himmlische Vater aller Menschenkinder verehrt werden! Aber ausgerechnet von dort schlug ihm ein eisiger Wind entgegen von Verachtung und Widerstand.

Auch in unserer kleinen Residenz gibt es viele Menschen, die von außen kommen, die hier Heimat suchen. Wie wird ihnen begegnet? Wie fremd mĂŒssen sie sich fĂŒhlen? Wieviel „Willkommen“ wird ihnen bereitet. Und welcher Geist strömt von unseren Gemeinden aus? Welche Botschaft vermitteln die Kirchen unserer Stadt, wenn sie weitestgehend geschlossen sind und keine Gottesdienste bieten?

Die „stille“ Woche wird uns Gelegenheit geben, darĂŒber nachzudenken.

 

4.4.2020, Samstag vor den Osterferien (Burkhard Krebber):

Was werden das fĂŒr Ferien sein, die unsere Kinder nun „feiern“ dĂŒrfen? Seit Kriegsende vor 75 Jahren hat es solche SchulverhĂ€ltnisse nicht mehr gegeben! Lang ersehnte Ferien sind plötzlich gar keine. Und die Ferienfreuden fallen diesmal aus. Die einen hatten gehofft, nochmal in den Schnee zu kommen, die anderen freuten sich schon auf wĂ€rmere Tage im SĂŒden. Nun gilt fĂŒr alle und fĂŒr alles: Ausgefallen! Eine Bescheidenheit ist jetzt angesagt, wie sie schon lange nicht mehr geĂŒbt wurde. Ich denke an meine Konfirmandinnen und Konfirmanden. Sie hatten erzĂ€hlt von ihren Planungen. Darum tut es mir leid. Wie wird es den vielen anderen Familien ergehen, deren Kinder in unseren KiTas sind? Wie werden die SchĂŒlerinnen und SchĂŒler ihre Zeit fĂŒllen? Da ist viel KreativitĂ€t gefragt. Vielleicht kennen noch die Großeltern Spiele fĂŒr den Zeitvertreib, die noch einmal in Mode kommen könnten.

So sehr Corona unser Umfeld belastet – wenn ich an die Umwelt denke, hoffe ich auf Ent-Lastung fĂŒr sie: Flugzeuge, die nicht die Luft verpesten; Autos, die nicht die Straßen verstopfen; keine Kurzreisen in die Metropolen. Keine Kreuzfahrtschiffe in unseren HĂ€fen! Ob dies alles der Natur eine Gelegenheit verschafft zum Verschnaufen? Vielleicht kann dieser Gedanke das Herz der Reiselustigen trösten: Einmal zuhause bleiben, das hat auch sein Gutes. Unser ökologischer Fußabdruck erhĂ€lt eine freundliche Nuance.

 

Freitag, 3. April (Burkhard Krebber):

Wieder steht ein Wochenende an; und ein RĂŒckblick auf eine „ausgefallene“ Woche im Gemeindeleben. Meine Hausbesuche sind gĂ€nzlich zum Erliegen gekommen. Aber ich habe telefoniert! Und sĂ€mtliche Anrufe wurden mit Dankbarkeit quittiert. Jeder Angerufene hatte Gelegenheit, die eigene Lage darzustellen. Und ich hatte Gelegenheit, auf eine besondere Aktion hinzuweisen: Das LĂ€uten der Glocken am Abend. Nicht jeder hatte bislang darauf geachtet, aber alle haben es verstanden: Im Hören wird eine geistliche Gemeinschaft erfahrbar. „Jetzt“ ist der Zeitpunkt, da weiß ich: Es wird gebetet in den HĂ€usern. „Aus tiefer Not schrei ich zu dir, Herr Gott, erhör mein Rufen“. Mag sein, dass man betet mit diesen Worten aus dem Luther-Lied, oder wir sprechen andere Gebete der FĂŒrbitte fĂŒr die Betroffenen der Corona-Krise.

Die Glocken helfen: Sie nennen die Zeit; sie erinnern an das Anliegen; sie laden ein zur Mitwirkung im Privaten. Ich werde weiter telefonieren und auf diese Einrichtung hinweisen. Sie lassen eine alte Tradition wiederentdecken und in der Not einen Trost empfangen, an den wir neulich noch gar nicht gedacht hatten.

2. April, Donnerstag (Burkhard Krebber):
Corona und Beerdigung

Irgendwann ist es soweit: Beisetzungen finden statt unter den Bedingungen der Corona-Epidemie. Heute werde ich meine erste halten. Ohne Kirche und Kapelle, ohne Orgelbegleitung und ohne die Anwesenheit einer grĂ¶ĂŸeren Trauergemeinde. Schlicht wird es sein, und karg. Nur die engsten Angehörigen werden am offenen Grab stehen, unter offenem Himmel. Alles wird kurz. Die vertrauten liturgischen Texte und Lieder… – wir werden uns auf das „Nötigste“ beschrĂ€nken. Der Verzicht wird es uns deutlich vor Augen halten: Eine aufmerksam gestaltete Trauerfeier hat etwas Tröstliches. Die Anwesenheit von Nachbarn und Freunden wĂ€re jetzt tröstlich gewesen. Vertraute Lieder spenden Trost. Bekannte Melodien und die Möglichkeit, sich durch Singen zu beteiligen, das ist tröstlich. Sie bilden einen Schatz an Formen des Trostes, und sie sind alte Arten, mit der Trauer umzugehen. Das wird uns fehlen. Was nicht fehlen wird: Die Zusage von Gottes NĂ€he. Wir mĂŒssen, unter seltsamen Bedingungen, einen Menschen aus unseren HĂ€nden entlassen; aber wir vertrauen darauf: Auch dieses Menschenkind bleibt in Ewigkeit in Gottes Hand geborgen.

Nach der Corona-Krise, wenn Gottesdienste wieder möglich sind, werden wir in der ganzen Gemeinde noch mal besonders an diejenigen erinnern, die unter den kÀrglichen Bedingungen der Epidemie beigesetzt wurden.

 

Dienstag, 31. MĂ€rz (Mareike Lesemann):
„Jene, die fern sind, werden kommen um am Tempel des Herrn zu bauen.“ (Sacharja 6,15) 
Die Tageslosung fĂŒr den heutigen Tag lĂ€sst mich in diesen Tagen fragend zurĂŒck – aber auch hoffend. Gerade sind unsere Kirchen und GemeindehĂ€user geschlossen, Corona lĂ€sst grĂŒĂŸen. Ob und wann die Situation sich Ă€ndert, ist gerade nicht abzusehen. Wenig bekommt man mit, ob und wer die Arbeit der Kirchengemeinden vermisst. Sind wir wirklich nicht systemrelevant?
Andererseits gibt es gerade in diese Krise, in der wir zum Alleinsein gezwungen sind. Gerade jetzt sehnen wir uns nach Begegnungen, nach Menschen. Dieses Sehnen betrifft nicht nur Christen, sondern alle – auch jene, die fern sind, wie es in der Tageslosung heißt. Ob unsere Kirchen nach dem Shutdown ĂŒbervoll sein werden, wage ich zu bezweifeln. Aber trotzdem freue ich mich jetzt schon auf den ersten Gottesdienst, auf all die Gruppen und Kreise, auf „meine“ Konfirmanden. Ich gebe zu, dass ich die Ruhe momentan auch ein bisschen genieße – und trotzdem gibt es gut zu tun. Unser Projekt Kirche.plus, das einen unerwarteten Kaltstart hingelegt hat, nimmt immer weitere Formen an. Sonntags um 11 Uhr feiert eine Gemeinde, die an diesem Projekt teilnimmt, Gottesdienst und streamt diesen ins Internet. NĂ€chste Woche wird der erste Streaming-Gottesdienst von unserer Gemeinde verantwortet. Die NervositĂ€t deshalb nimmt stetig zu. Zu diesem Gottesdienst kommen vielleicht einige, die sonst fern sind, um an Gottes Tempel zu bauen. Ich freue mich auf jeden Fall ĂŒber diese Möglichkeit, doch gemeinsam Gottesdienst zu feiern – jeder an einem anderen Ort und doch gemeinsam!
Gottes Segen und Gesundheit wĂŒnscht Ihnen und Euch,
Mareike Lesemann

 

30.3. Montagabend (Burkhard Krebber)

FĂŒr diesen Tag“ ist mir nichts eingefallen, aber an diesem Tag ist viel geschehen. In einer Video-Konferenz haben viele lippische Pastoren gelernt, wie wir eigene Filme aufnehmen, um sie als Video-Botschaften unseren Gemeinden zur VerfĂŒgung zu stellen. Pastor Wolfgang Loest, der fĂŒr diese Arbeit in der Landeskirche eingestellt ist, hat aus dem reichen Schatz seines großen Wissens tĂŒchtig ausgeteilt. Ich selber habe im Telefonbuch geblĂ€ttert und Nummern gesucht, um in der Gemeinde FerngesprĂ€che zu fĂŒhren. Alte Menschen habe ich angerufen, die noch daheim sind.  Am Apparat kam mir mancher Dank entgegen, aber auch der Satz: „Ich habe Angst“. Jetzt gegen die Angst anzugehen und fĂŒr das Gottvertrauen Zeuge zu sein, das habe ich mir vorgenommen. Diese Botschaft möchte ich vermitteln, auf welchen Wegen auch immer.

Darin weiß ich mich verbunden mit vielen anderen. So auch mit unseren Chorleitern der Gemeinde. Sie sind rege in der Pflege ihrer Chorgemeinschaft. Ein Beispiel dafĂŒr sind die Rundbriefe, die Herr Pöld regelmĂ€ĂŸig veröffentlicht. Seinen Trostbrief von heute empfehle ich der freundlichen Kenntnisnahme.

Burkhard Krebber

 

29. MĂ€rz, ein Sonntag

Dies ist nun der dritte Sonntag, an dem keine Gottesdienste stattfinden. Gleichwohl gehe ich an den Markt und schließe die TĂŒre auf. Aber: Ohne KĂŒster, ohne Organist und ohne Predigt wird es wieder keinen Gottesdienst geben. Wer zur gewohnten Zeit einen gewohnten Ort in aller Stille aufsuchen will, der darf in die Kirche eintreten. Es gibt Gelegenheit zu Einkehr und Besinnung. An vergangenen Sonntagen, wenn die Sommerzeit eingefĂŒhrt wurde, waren die Besucherzahlen immer etwas kleiner. So erwarte ich auch heute nur wenige.

Über uns Pastoren hat neulich jemand gesagt: „Wir sind nicht system-relevant.“ Das gesellschaftliche Leben geht weiter, auch wenn der Kern der kirchlichen TĂ€tigkeit ausfĂ€llt. So mĂŒssen wir es wohl sagen, auch wenn es schwer fĂ€llt und unserer SelbsteinschĂ€tzung strack zuwider ist. FĂŒr einen Übergang sind diese Dinge wohl verzichtbar: Die Begegnung, die öffentliche Predigt, der gemeinsame Gesang, die Feier der Sakramente und das Zusammenlegen der Gaben im Opferstock.

Aber am dritten Sonntag dieser Entbehrungszeit drĂ€ngt sich natĂŒrlich die Frage auf: Wie lange? Wie lange wird die QuarantĂ€ne dauern? Wie lange das Gottesdienstverbot?

Und: Wie wird es sein, wenn man es langsam wieder lockert? Ob in der Zwischenzeit wohl ein BedĂŒrfnis wĂ€chst, wieder Gottesdienste besuchen zu wollen? Wird es vergleichbar sein mit einer WĂŒstenerfahrung? Wenn der Proviant gering ist, weiß man wieder, den Geschmack von Brot zu schĂ€tzen; wenn die Wasserflasche leer ist, wĂ€chst die Dankbarkeit ĂŒber frisches Quellwasser. Und wer weiß? Vielleicht entdecken wir wieder, wie wenig selbstverstĂ€ndlich das scheinbar SelbstverstĂ€ndliche doch ist: Die Freiheit zur Versammlung; die Schönheit der Gottesdienste; die StĂ€rkung des Glaubens und die Dankbarkeit, mit der wir wieder Lieder des Vertrauens anstimmen:

„Tut mir auf die schöne Pforte, fĂŒhrt in Gottes Haus mich ein,

ach wie wird an diesem Orte meine Seele fröhlich sein! Hier ist Gottes Angesicht, hier ist lauter Trost und Licht.“

Einen gesegneten Sonntag wĂŒnsche ich Ihnen, und mir.

 

28. MĂ€rz 2020, Samstag

„Schönes Wochenende!“ – So ist es zu hören, auch in diesen Tagen. Schon am Freitag, ja Donnerstag schon kam mir dieser Ruf eintgegen. „Schönes Wochenende“. Und gemeint ist die lange Zeit bis Montag frĂŒh, wenn wieder die Arbeit anbricht. Hinein genommen in das „Schöne Wochenende“ ist alle freie Zeit ab Freitagnachmittag. Und verloren ist lĂ€ngst die alte Erinnerung: Neubeginn der Woche, das war einmal der Sonntag. BegrĂŒndet in den Osterberichten der Bibel, dass Jesus am ersten Tag der neuen Woche auferstanden ist. Über Jahrhunderte war klar: Das Wochenende endet am Samstag, also heute.

Bevor diese Woche zu Ende geht, halte ich RĂŒckschau: „Schön“ war vor allem dieses Wetter, fast durchgĂ€ngig blauer Himmel und Sonnenschein. Auch das Leben im Pfarrhaus war „schön ruhig“. Zeit fĂŒr Andachten daheim, Anteilnahme am Telefon, Arbeitsplanungen mit langem Atem. Allerdings auch ahnungsvoll: Ist es die Ruhe vor dem Sturm? Die Sorge ist ja nicht verchwunden. Dunkle Wolken hinterm Horizont.

Ich will mich erinnern an den Leit-Tag dieser Woche, und an den Leit-Vers, der ihm beigegeben ist. Der Sonntag zur Mitte der Passionszeit trĂ€gt den lateinischen Namen „Laetare“. Er verdankt sich dem Prophetenwort „Freut euch mit Jerusalem“. Und als Wochenspruch ist dieses tiefgrĂŒndige Wort aus Johannes 12 gewĂ€hlt: „Wenn das Weizenkorn nicht in die Erde fĂ€llt und erstirbt, bleibt es allein; wenn es aber erstirbt, bringt es viel Frucht.“ Am Wochenende lĂ€sst es sich meditieren, bezogen auf das Leben Jesu,und bezogen auf sein Sterben in der Stadt Jerusalem; aber auch bezogen auf unser Leben hier in der Stadt Detmold. Wir wĂ€ren allein, nicht nur in unserer QuarantĂ€ne, und wir blieben auch allein, wenn Er nicht gestorben wĂ€re. So aber sind wir zu seiner Frucht gezĂ€hlt, und wir sind aufgerufen, selber Frucht zu bringen. Was ich selber tun kann, was ich der Gemeinde Gutes tun kann, darĂŒber denke ich nach, nachher auf dem Markt und noch im Garten. Es soll ein „Schönes Wochenende“ werden, bis die Glocken schallen, und die neue Woche beginnt.

 

27. MĂ€rz, 2020, Freitag

Heute verteilen wir den verrĂŒcktesten Gemeindebrief meines Lebens:

Die neue Ausgabe lÀd ein zu den vielfÀltigen Veranstaltungen im April und im Mai, die (fast) alle NICHT stattfinden. Da können die Leser sich bilden und erfreuen an Themen und Terminen, die wir bis vor Kurzem noch minutiös geplant hatten, deren Umsetzung nun aber nicht stattfindet, aufgrund der Corona-Gefahren.

Stattdessen herrscht Stille; leer bleiben Kirchen und StĂŒhle.

Wenn Sie einen Gemeindebrief bekommen, dann lade ich Sie ein: Schauen Sie auf die ausgefallenen Konzerte, und denken Sie an die Musiker, die wir gewonnen hatten fĂŒr einen Auftritt. Sie haben sich vergeblich vorbereitet, haben umsonst geĂŒbt und mĂŒssen damit rechnen, dass sie fianzielle Einbußen erleben. Diese musikalischen GĂ€ste sind ein kleiner Teil jener großen Menge an Freiberuflern in unserer Gesellschaft, die ihren Unterhalt von solchen Verpflichtungen bestreiten. Die Corona-Krise stellt fĂŒr sie eine doppelte Krise dar: Neben den gesundheitlichen Gefahren drohen nun auch wirtschaftliche Probleme in der kommenden Zeit. Und niemand weiß, wie lange es dauern wird. Unsere Phantasie und SolidaritĂ€t ist gefragt, dass wir die KĂŒnstler nicht verlieren. Das Singen und Musizieren ist eine BrĂŒcke des Glaubens. „Wer singt, betet doppelt.“ hat der Kirchenvater Aurelius Augustinus gesagt. Wenn ich heute abend beim GlockenlĂ€uten bete, dann will ich heute besonders fĂŒr die Menschen bitten, die mir durch Musik das Beten leichter machen. Sie sollen nicht vergessen werden.

Bitte beachten Sie auch die Geburtstagsliste im Gemeindebrief. Viele Menschen hatten danach gefragt. Nun erscheinen unsere Jubilare wieder auf einer Extra – Seite. Auch sie seien Ihrer FĂŒrbitte empfohlen, in diesen Wochen ganz besonders, denn die alten Menschen unserer Gemeinde gehören samt und sonders zur Hoch-Risiko-Gruppe in Zeiten der Corona-Krise.

 

26. MĂ€rz 2020, Donnerstag

Diese Woche wÀre voller Termine gewesen; alles ist ausgefallen.

In Gedanken bin ich bei den Konfirmanden und ihren Familien. Noch steht der Konfirmationstermin im Raum: 3. Mai. Wahrscheinlich werden wir ihn nicht einhalten können. Das ist allen einsichtig. Aber wer wagt, einen neuen Termin zu nennen? Das ĂŒberschreitet unsere derzeitigen Möglichkeiten.

Mit den Senioren am Markt hatte ich mich vereinbart. Der Kreis ist klein geworden. Ein treu organisierter Fahrdienst bietet alle Bequemlichkeiten, das Gemeindehaus am Markt zu erreichen. Nur wenige sindÂŽs, die ihn nutzen. Zur Zeit natĂŒrlich niemand. Der Kreis fand ja auch nicht statt. Nun denke ich an die Teilnehmerinnen, denen die Gelegenheit genommen wurde zur Begegnung, zum Austausch und zur StĂ€rkung an Leib und Seele. Ihr Wort ist mir im Ohr: „Wir wollen eine Andacht. Ohne biblische Besinnung fehlt uns das Wichtigste.“

Der Kirchenvorstand hat nun auch – nicht – getagt. Wahlen fanden keine statt. BeschlĂŒsse wurden nicht gefasst. Ein Protokoll ist unnötig. Wie lange soll es so weitergehen? Wieviel Auszeit können wir uns leisten?

Die Antwort ist ja nicht bei uns selber begrĂŒndet, sondern sie steckt in dem Verlauf der ansteckenden Krankheit. Wir sind gewiss, dass diese Abstinenz richtig ist. Das Vermeiden von leibhaftigen Begegnungen mindert die Gefahren.

Auf der anderen Seite leben wir in der Gewissheit: Unsere geistlichen Dimensionen sind von grĂ¶ĂŸerer Natur. Der RĂŒckzug ins Innere eröffnet andere Einsichten. So schmerzhaft es ist, wenn wir uns nicht regelmĂ€ĂŸig sehen, so liegen auch Chancen fĂŒr ein geistliches Wachstum in der Abgeschiedenheit und in der Stille.

Das Schiff, das sich Gemeinde nennt, ist derzeit auf Grund gelaufen. Sammeln wir in der Ebbe unserer Veranstaltungen eine Hoffnung und den neuen Mut, um unseren Kahn bei der nÀchsten Flut flott zu machen und weiter zu segeln!

 

25. MĂ€rz 2020

Heute ist Mittwoch. Und es ist Passions-Zeit.

Auf die Andachten in der Passionszeit hatte ich mich gefreut: Mittwochs abends in der Kirche. Zeit zur Sammlung, Gelegenheit zum Hören. Orgelmusik; Stille; Gesang. „O Lamm Gottes unschuldig“. Das alte Lied zur Passionszeit wĂ€re vielleicht dabei gewesen. Heute singen wir es nicht. Die Kirche bleibt zu. Dabei sind unsere aktuellen Gedanken ganz nah dran an der Vorstellung von Unschulds-LĂ€mmern. Wir hören von den sprunghaft steigenden Infektionszahlen. Wir lesen von der wachsenden Todesrate. Unfassbar die Nachricht aus Indien, dass 1,3 Milliarden Menschen zu hause bleiben mĂŒssen. Das sprengt mein Vorstellungsvermögen. Aber selbst in unserem ĂŒberschaubaren, stabilen, leistungsfĂ€higem Umfeld sind neue VerhĂ€ltnisse eingetreten, die uns vor 14 Tagen noch undenkbar waren. In Gedanken gehe ich durch die Flure unserer Seniorenheime: Schwestern und Pfleger in emsigen Einsatz, dabei hoch gefĂ€hrdet. Bewohnerinnen und Bewohner ohne Kontakte und ohne Besuch. Es ist Passionszeit in einer anderen Dimension. Wie gerne wĂŒrde ich im Gottesdienst die Leiden dieser Zeit an den leidenden Christus herantragen! Ich muss mich zurĂŒcknehmen mit diesem Wunsch, und meine Gebete will ich sprechen zur Zeit des Mittags- und des AbendlĂ€utens, wenn die Glocken in der Stadt zum Innehalten rufen und wir mit Kerzen in den Fenstern ein Zeichen setzen: Die Passionszeit fĂ€llt nicht aus, wahrhaftig nicht! Mit den Menschen und fĂŒr die Menschen, die unverschuldet ins ELend geraten sind, will ich aufschauen zu Jesus, dem AnfĂ€nger und Vollender des Glaubens, von dem das alte Lied singt: „All SĂŒndÂŽ hast du getragen, sonst mĂŒssten wir verzagen. Erbarm dich unser, o Jesu!“

 

24. MĂ€rz 2020, Dienstag

Meine Frau hat schon frĂŒh gesagt:

„Du musst jetzt neue Wege beschreiten, um in Kontakt mit der Gemeinde zu bleiben. Denn das ist deine Aufgabe: Nahe bei den Menschen sein, trösten und NĂ€he anbieten!“

Jetzt, eine Woche nach den drastischen Einschnitten, melde ich mich hier zu Wort. Ein persönliches Angebot kann ich Ihnen machen: Wenn Ihnen danach ist, mit Ihrem Seelsorger zu reden, dann scheuen Sie sich nicht, mich zu kontaktieren. Die Festnetznummer ist bekannt: 35 0 10. Aber auch das Handy ist bereit: 01522 95 96 451. Da können Sie mich hören, bzw. sehen mit FaceTime etc.

Aber Sie können auch etwas von mir lesen, nĂ€mlich meine Freude ĂŒber die vielen neuen  Wege, auf denen wir Gemeinschaft und Glauben und Kirche gestalten. Das abendliche LĂ€uten mit den Kerzen im Fenster ist ein schönes Zeichen dafĂŒr. Über noch mehr AktivitĂ€ten will ich demnĂ€chst ebenfalls schreiben.

FĂŒr heute ermutigt mich ein Wort aus der Bibel: „Darum hören wir nicht auf, fĂŒr euch zu beten…“

Dies ist die wichtigste Arbeit, die ein Pastor leisten kann.

Bleiben Sie Gott befohlen!

 

18. MĂ€rz 2020, Mittwoch

Die Ausbreitung des Corona-Virus stellt uns alle vor große Herausforderungen.
Auf Empfehlung der Landeskirche werden bis zum 30. April alle Gemeindeveranstaltungen abgesagt.  Das bedeutet, dass der Konfirmandenunterricht, die Seniorenkreise, der Besuchskreis, die Jugendgruppen sowie die Proben von Kirchenchören und Posaunenchor nicht stattfinden. Auch das TeestĂŒbchen und das JugendcafĂ© „Space“ bleiben geschlossen.
Die Senioren werden zu ihrem Geburtstag nur auf ausdrĂŒcklichen Wunsch besucht. Sie erhalten einen schriftlichen oder fernmĂŒndlichen Geburtstagsgruß.
Bis zum 19. April finden auch keine Gottesdienste statt. Sonntags um 11.00 Uhr ist ein Gottesdienst der Lippischen Landeskirche im Live-Stream zu sehen (www.kirche.plus).
FĂŒr hilfebedĂŒrftige Personen möchten wir einen UnterstĂŒtzungsdienst einrichten, z. B. um dringende EinkĂ€ufe zu erledigen.
Wenn Sie selbst Hilfe leisten können oder Hilfe in Anspruch nehmen möchten, melden Sie sich bitte in unserem GemeindebĂŒro 05231 – 93 88 30
Wir bemĂŒhen uns, diese Information dem jeweils aktuellen Stand anzupassen.

Ihre Pastorin Mareike Lesemann, Ihr Pastor Burkhard Krebber