Vorschlag fĂĽr ein Mittagsgebet

Der veränderte Alltag bietet auch neue Perspektiven.

Am Mittag um 12 Uhr rufen Glocken in der Stadt zum Innehalten und zum Gebet. Wir kommen leibhaftig nicht zusammen, sind aber geistlich verbunden in dem Wissen: Gott hört uns überall.

Ja, Jesus hat ausdrücklich eingeladen: „Geh in dein Kämmerlein und bete zu deinem Vater, der im Verborgenen ist!“

Wer sich an dem Mittagsgebet beteiligen möchte, dem schlage ich vor, die folgenden Verse mit mir zu sprechen, zu singen oder ganz schlicht in der Stille zu beten.

Ihr Burkhard Krebber

 

1. Der Tag ist seiner Höhe nah.

Nun blick zum Höchsten auf,

der schĂĽtzend auf dich niedersah

in jedes Tages Lauf.

 

2. Wie laut dich auch der Tag umgibt,

jetzt halte lauschend still,

weil er, der dich beschenkt und liebt,

die Gabe segnen will.

 

4. Er segnet dich in Dorf und Stadt,

in Keller, Kammer, Feld.

Was dir der Herr gesegnet hat,

bleibt fortan wohl bestellt.

 

11. Die Hände, die zum Beten ruhn,

die macht er stark zur Tat.

Und was der Beter Hände tun,

geschieht nach seinem Rat.

 

Aus Psalm 36:

Herr, deine GĂĽte reicht, so weit der Himmel ist,

und deine Wahrheit, so weit die Wolken gehen.

Deine Gerechtigkeit steht wie die Berge Gottes

und dein Recht wie die groĂźe Tiefe.

Herr, du hilfst Menschen und Tieren.

Wie köstlich ist deine Güte, Gott,

dass Menschenkinder unter dem Schatten deiner FlĂĽgel Zuflucht haben!

Sie werden satt von den reichen GĂĽtern deines Hauses,

und du tränkst sie mit Wonne wie mit einem Strom.

Denn bei dir ist die Quelle des Lebens,

und in deinem Lichte sehen wir das Licht.

 

Stilles Gebet…

 

Fürbitten, in Liedform: Text: Lothar Zenetti Melodie nach EG 65 „Von guten Mächten“

1. BehĂĽte, Herr, die ich dir anbefehle,

die mir verbunden sind und mir verwandt.

Erhalte sie gesund an Leib und Seele,

und fĂĽhre sie an deiner guten Hand.

2. Sie alle, die mir ihr Vertrauen schenken,

und die mir so viel Gutes schon getan.

In Liebe will ich dankbar an sie denken.

O Herr, nimm dich in GĂĽte ihrer an.

3. Um manchen Menschen mache ich mir Sorgen

und möcht´ ihm helfen, doch ich kann es nicht.

Ich wünschte mir, er wär´ bei dir geborgen,

und fände aus dem Dunkel in dein Licht.

4. Du liessest mir so viele schon begegnen,

so lang ich lebe, seit ich denken kann.

Ich bitte dich, du wollest alle segnen.

Sei mir und ihnen immer zugetan.

 

Unser Vater im Himmel…

 

Und der Frieden Gottes, der höher ist als unsere Vernunft, bewahre unsere Herzen und Sinne in unserem Herrn Jesus Christus!