Oestreich-Orgel


Die Geschichte der historischen Oestreich-Orgel in der Erlöserkirche

Im Jahr 1555 findet eine Orgel in der Marktkirche das erste Mal Erwähnung. 1795 aber erschafft der berühmte Orgelbauer Johann-Markus Oestreich aus Oberbimbach bei Fulda die Orgel in ihrer heutigen Form unter Ver­wendung von vier Re­gistern einer weiteren Vorgängerorgel aus der Zeit um 1650. Die Disposition dazu entwarf Johann Gottfried Vierling (1750-1813), ein Enkelschüler Johann Sebastian Bachs und Orgelsachverständiger in Schmalkalden. 1864 fand eine größere Re­novierung durch die Ogelbaufirma Randebrock aus Paderborn statt. 1940 ergänzt die Firma Emil Hammer (Hannover) ein Rückpositiv mit 6 Regis­tern. Der Spieltisch erhält ein drittes Manual. Die anderen Manuale und das Pedal werden auf das Normalmaß er­weitert und eine elek­tropneumatische Traktur eingesetzt.

1962 erfolgt eine gründliche Er­neuerung und Erweiterung der Orgel mit rund 80 %iger Erhalt­ung des alten Ba­rockwerkes. Die Traktur und das Re­gierwerk werden wieder mechan­isch gestaltet. Der langjährig­e Kantor der Marktkir­che, Profess­or Hel­mut Tram­nitz, be­gleitet die Ar­beiten.

Die Orgel hat heute ca. 2500 Pfei­fen und 43 Register sowie die dazu ge­hö­ri­g­en Kop­peln. Es ist das barocke Klang­bild des Or­gelbauers Oestreich erhal­ten, das als Vor­lage für Restaurier­ungs­arbeiten an ande­ren Oestreich-Or­geln Bedeu­tung hat.

Die spätba­rocke Fassade der Orgel ist sym­metrisch zur Mitte hin aufge­baut mit dem Wechsel von großen und klei­nen Fel­dern. Die Va­sen, Blü­tenranken, Gir­landen und Palmzwei­ge der Deko­ration zeigen den Über­gang zum Klassizis­mus.

 

Disposition der Oestreich-Orgel

Hauptwerk Oberwerk (Positiv) RĂĽckpositiv (Neu) Pedal Koppeln
Bourdon 16 Gedackt 8` Rohrpommer 8` + Prinzipalbaß 16´ Oberwerk / Hauptwerk
+ Prinzipal 8´ Quintatön 8` Koppelflöte 4` ^ Subbaß 16; Rückpositiv / Hauptwerk
Gemshorn 8;me–> Salicional 8` Rohrnasat 2 2/3` Oktavbass; 8` Hauptwerk / Pedal
Viola di Gamba 8 + Oktav 4` Terz 1 3/5` ? Gedacktbass 8` Oberwerk / Pedal
Rohrflöte 8` Dousflöte 4` Jauchzend Pfeif 1` 2fach Oktav 4` Rückpositiv / Pedal
+ Spitzflöte 4` Oktav 2` Kopfregal 8` – Schwiegelpfeife 2` Mech.Spiel-u.Registratra.
Gedackt 4` Flageolett 2` – Mixtur 5fach
Quinte 2 2/3„ – Quintflöte 1 1/3` Posaune 16`
Oktav 2` Mixtur 3fach 1` – Trompete 8`
Kornett 4fach – Krummhorn 8` – Trompete 4`
Mixtur 3-4fach 2`
Zimbel 3fach 1` Tremulant Tremulant
Trompete 8`
° = vollkommen erhaltene alte Register
+ = z.T. erhaltene Register
^ = wegen Holzwurmbefall in der alten Mensur nachgebaute Register
– = neue Register (1961)
? = Vermutlich ist dieses Register – mit hervorragend schönen und sauber gearbeiteten Holzpfeifen – bei nachgewiesenen Umbauarbeiten des Orgelbauers Randebrock ( Paderborn) 1862 in die Orgel gekommen.
Einen ausfĂĽhrlichen Prospekt (200 Jahre Oestreich – Orgel 1795 – 1995) erhalten Sie ĂĽber unser GemeindebĂĽro.

Neue Regelung fĂĽr Kirchbusfahrten ab 5.Juni 2011

Gottesdienst- besucher/innen, die mit dem Kirchbus fahren wollen, bitten wir sich vorher bis samstags 18 Uhr telefonisch anzumelden bei unserem Kirchenältesten, Herrn Wolfgang Kreuzbusch (Telefon DT 50965).

Die Kirchbusfahrer können dann dank optimierter Route unnötige Fahrstecken vermeiden und die angeforderten Haltestellen direkt anfahren.

Liste der möglichen Haltestellen

– Barkhausen 9 Uhr 15

– Brokhausen SchĂĽtzenplatz 9 Uhr 20

– Londonerstr.Ecke Brakerstr. 9 Uhr 25

– Blombergerstr. 9 Uhr 35

– Fabianweg 9 Uhr 40

– Dreierkrugplatz 9 Uhr 45

– Willi-Hofmann-Str. 9 Uhr 50

Wir freuen uns, wenn mit dieser Neuregelung weitere Gottesdienst- besucher/innen den Kirchbus nutzen.

P S

Unter dem Logo Kirchbus im Gemeindebrief sollte dauerhaft stehen:

„telefonische Anmeldung

bis Sa 18 Uhr bei

W. Kreuzbusch DT 50965“