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Gottesdienstzeiten am 24.12. in Remmighausen

Wie jedes Jahr, feiern wir auch in diesem Jahr zwei Gottesdienste am Heiligen Abend in Remmighausen, aber zu anderen Zeiten:
15.30 Uhr: Familiengottesdienst mit Posaunenchor und Mitmach-Krippenspiel
(Wer hat im Gottesdienst spontan Lust in die Rolle eines Engels, eines Hirten, Maria und Josef zu
schlĂĽpfen?)
17 Uhr: Christvesper

Heiligabend im Klinikum

Wie auch in den letzten Jahren werden für den ökumenischen Gottesdienst im Klinikum am 24.12. von 15.30 Uhr bis ca. 16.30 Uhr Freiwillige gesucht, die die Patienten ab ca. 14.45 Uhr aus
ihren Zimmern abholen und zum Gottesdienst begleiten.
Wer helfen möchte meldet sich bitte bis spätestens Freitag, den 21.12.2018 unter Telefon 72-5100 bei Pastorin Kriete-Samklu an.
Mit herzlichem Dank fĂĽr Ihre Mitarbeit und herzlichem GruĂź

Veränderte Gottesdienstzeiten in Remmighausen

Nein, wir werden die Gottesdienstzeiten in Remmighausen nicht schon wieder verändern. Als aber die neue Regelung im Januar 2018 in Kraft trat, war auch klar, dass es sich zunächst um eine Erprobungsphase handelt. Nach fast einem Jahr hat sich der Kirchenvorstand die Gottesdienstsituation in Remmighausen noch einmal angeschaut und einen Beschluss gefasst,
der die Erprobungsphase beendet. Der Beschluss lautet, dass in der Regel in Remmighausen am 2. Sonntag im Monat um 10 Uhr Gottesdienst gefeiert wird und am 4. Sonntag im Monat um 11.30 Uhr. Es kann aber durch kirchliche Feiertage oder andere Ausnahmesituationen passieren, dass von dieser Regel abgewichen wird. Es werden aber auf jeden Fall jeden Monat zwei Gottesdienste in der Friedenskirche in Remmighausen gefeiert.

Bitte beachten Sie die angegebenen Gottesdienstzeiten im Gemeindebrief und die Aushänge
in den Schaukästen. Kirchcafé wird es künftig zu besonderen Anlässen geben.

500 + 1 · Ein Jahr nach dem Jubiläum im Lande der Reformation

Der fünfhundertste „Geburtstag“ der Reformation wurde im letzten Jahr ausgiebig gefeiert. Das gab Anlass für uns als Detmolder Reisegruppe, um nachzusehen, was an Reformationserinnerung
noch lebendig ist im Kernland des reformatorischen Aufbruchs. Geistlicher Höhepunkt war sicher der Gottesdienst am Reformationstag in der Schlosskirche zu Wittenberg am Grabe der beiden Reformatoren Martin Luther und Philipp Melanchthon. Ein Volksfest mit viel traditionellen
KostĂĽmen wogte auf Wittenbergs StraĂźen, so dass es fĂĽr uns als Reisegruppe nicht leicht war, dem Reiseleiter durch den Trubel zu folgen. Durch die renovierte Altstadt ging es vorbei an den
Denkmälern hin zur Stadtkirche. Dort fand der erste evangelische Gottesdienst überhaupt statt. Die Universität und das Wohnhaus von Martin Luther „Schwarzes Kloster“ konnten wir besichtigen.
Unsere Fragen gingen in die Richtung:
„Wer hat Luther begleitet und unterstützt?“. Intensiv war die Beschäftigung mit Philipp  Melanchthon. Sein Wohnhaus ist als Museum renoviert worden. Die Ausstellung würdigt seine enormen Leistungen als Lehrmeister Deutschlands genau so wie seinen damaligen Alltag mit seiner Frau, die genau wie Luthers Gattin Katharina hieß. Weitere Höhepunkte gab es in Torgau zu erleben: Sterbestube und Grab der Katharina von Bora, Schloss Hartenfels als Regierungssitz des damaligen
Kurfürsten mit der allerersten Kirche, die als evangelische Kirche gebaut und von Luther eröffnet worden ist. Äußerlich ganz schlicht, denn der Protestantismus braucht keine Dome.
Die „Begegnung“ mit Georg Spalatin war für viele Reisende völlig neu. Dieser Mann stellte höchst diplomatisch das Bindeglied zwischen Landesherrn und Reformator dar. Die Bedeutung dieses Hofpredigers, Prinzenerziehers, Historikers und Theologen tritt erst langsam in das Bewusstsein der Nachwelt. Ihm ist seit neuestem ein kleines Museum gewidmet, das auch an Johann Walter, den Erfinder des evangelischen Kirchengesangs erinnert. Je auf ihre Weise haben diese Männer dazu
beigetragen, dass die reformatorische Entdeckung Luthers in Geltung blieb.
Weiterhin waren wir zu Gast in Magdeburg, Eisleben und Mansfeld, um die dortigen Zeugnisse von Luthers Leben und Sterben zu sehen. Anregend war es; eine echte Bildungsfahrt, die uns vor Augen fĂĽhrte, dass die Reformation auch eine Bildungs-Bewegung war: Schul-Bildung, Bewusstseins-
Bildung und Herzens-Bildung wurden gleichermaßen ins Werk gesetzt. Etwas erschöpft, aber überaus dankbar kam unsere 40köpfige Gruppe nach vier Tagen zurück mit dem Wissen: Auch 500 + 1 Jahr nach dem Thesenanschlag hat die Reformation noch etwas zu bieten und wirkt bis in
unsere heutige Zeit nach.
Ein Nachtreffen dieser Reise ist fĂĽr Mittwoch, 30.01.2019 geplant.

Gottesdienst-Vielfalt in unseren Kirchen: Ein kleiner Rundblick

Für die meisten Gemeindeglieder sehen unsere Gottesdienste sehr gleichförmig aus. Auf weite Strecken ist das auch so gewollt: Eine liturgische Ordnung ist deswegen eingeführt worden, damit sich möglichst viele Besucher möglichst gut in dem Ablauf „zuhause“ fühlen können.
Aber mitunter geht es ganz anders zu in unseren Kirchenschiffen. Zum Schuljahreswechsel kommen Kinder und Jugendliche mit ihren Familien und Lehrern, um Gottesdienste auf je eigene Art zu feiern:
Wenn wir bei den Kleinsten anfangen, dann sind die Entlassungen aus unseren Kindergärten zu erwähnen: Remmighausen hat da eine lange Tradition mit dem „Morgenstern” und der Friedenskirche. Auch die „Schatztruhe” beteiligt sich auf unterschiedliche Weise.
Der erste Schultag spielt natürlich eine besondere Rolle im Leben unserer Kinder, ja im Leben der ganzen Familien! Einschulungsgottesdienste sind Familienfeste, und die Schulen geben sich viel Mühe mit der Ausgestaltung dieser Tage. Vorbereitungsgruppen von Schulkindern und Lehrern haben schon vor den Ferien geprobt, um nach den Ferien die „Neuen” mit einem Gottesdienst willkommen zu heißen. Die Freiligrath-Schule mit ihrem Schul-Verbund ist gerne zu Gast in
der Erlöserkirche am Markt.

Was für die Grundschule gilt, wiederholt sich im Gymnasium: Der Einschulungsgottesdienst vom „Grabbe” stand in diesem Jahr unter dem Motto: „Ich bin mehr – Wachsen unter Gottes Segen.” Ähnlich, wie die Schule mit einem Gottesdienst die Kinder willkommen heißt, so verabschiedet sie die Abgänger ebenfalls mit kreativ ausgestalteten Andachten. Die ökumenische Ausrichtung ist selbstverständlich, die Mitwirkung nahezu aller Detmolder Gemeinden ist gegeben und die musikalische Ausgestaltung der Abiturienten ist bemerkenswert. Lebendige Gottesdienste, getragen vom Engagement der jungen Menschen, gefeiert auf den Schwellen ihres Lebensweges!
Wie ernsthaft es dabei zugehen kann zeigt ein Beispiel der Abiturientin Sonja Husemann. Sie hat einen Text beigesteuert in der Tradition des „Poetry Slam” zum Thema des Abi-Gottesdienstes „Gemeinschaft“. Darin heißt es, rasend schnell gesprochen, u.a.:
„…Denn unser Herz bleibt nicht gern alleine und ist in jeder neuen Situation auf der Suche nach einem neuen Teil fĂĽr unser ganz eigenes Puzzle des Lebens…. Man weiĂź nicht, wer sein Teil im Puzzle dazu legt, wer eins verschiebt, verbiegt, austauscht, klaut oder hinausschiebt.
Wer wird einen zu neuen Taten motivieren? Wer von denen wird ein Stück weit mein Selbstbild ruinieren? Und wer wird das wieder kurieren? Wird da jemand sein, mit dem ich lache und erlebnisreiche Reisen mache? Und wo bleibe ich unter all diesen Leuten? Wieviel werde ich mir nachher selbst bedeuten? Was wird da sein am großen, leuchtenden Ende? Einige Herzensmenschen und viele tragende Hände?
– Glaub mir, es ist nicht möglich, dass dein Teil nicht in unser Puzzle passt; denn mit deinen Ecken und Macken, deinen Kurven und Zacken, deinen Fehlern und Besonderheiten, du mit deinen Schatten- und Sonnenseiten, passt perfekt in unser Puzzle der Gemeinschaft. Wir probieren jedes Teil so lange aus, bis es seinen Platz gefunden hat und wir im Ganzen ein Bild ergeben. Dabei ist es nicht entscheidend, was wir gemeinsam sind, sondern dass wir gemeinsam und nicht einsam
sind…”
Der kleine Rundblick mag daran erinnern: Es gibt sie, die lebendigen Gottesdienste, und die Hoffnung ist begründet, dass man beim nächsten Kirchgang einen „schönen” Gottesdienst
erlebt, zu Gottes Ehre und zur menschlichen Stärkung.