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Kirchenvorstand kommt ins Kloster

Am Wochenende vom 9. zum 10.10. 2020 fur der Kirchenvorstand unserer Gemeinde zu einer Einkehrtagung ins Kloster Bursfelde.

Die alte Benediktiner-Abtei bot Raum genug für Andacht, Gespräch und Austausch.

Am Freitagabend gab es Gelegenheit zur Teilnahme an der hauseigenen Andacht. Der Abend diente dem näheren Kennenlernen untereinander. Bei der letzten Wahl sind einige neue Mitglieder dazu gestoßen. Zur Entwicklung eines guten Arbeitsklimas war eine Vorstellungsrunde von großer bedeutung.

Das Kloser ist direkt an der Weser gelegen, so blieb es nicht aus, dass wir einige Schritte bis ans Wasser machten, um die besondere Atmosphäre des Ortes zu erkunden.

Auch wenn unser Spaziergang nicht allzu lange dauerte, bot das „Aprilwetter“ einen Mix aus Sonne und Regen. Beides lieĂźen wir uns gefallen.

Leider konnten nicht alle Mitglieder an der Tagung teilnehmen; die Beschäftigung mit der Rolle des Kirchenvorstands im Gottesdienst und in der Gemeindeleitung hat etliche Facetten freigelegt. Die geistliche Beschäftigung mit den 10 Geboten als dem Gesetz Gottes und eine Führung durch die alten Gemäuer spannten einen großen Bogen über dem Horizont, in dem die aktuelle Arbeit in einer Kirchengemeinde geschieht. Eine Fortsetzung ist vorgesehen.

Burkhard Krebber

Reisen bildet!

Diese Einsicht haben zwei Gruppen aus unserer Gemeinde gewonnen:
Im Oktober 2019 begaben sich zwanzig bildungshungrige Gemeindeglieder nach Malta. Diese Insel im Mittelmeer ist neuerdings bekannt durch die Seenotsgeschichten der Flüchtlinge aus Afrika. Weniger bekannt sind zwei ältere Schiffbrüche:
Odysseus soll in Gozo an Land gespült worden sein, um dann jahrelang bei der Nymphe Kalypso gefangen zu sein. So erzählt es Homer in seiner Odyssee. Und der Apostel Paulus ist dort ebenfalls gestrandet, als sein Schiff in einen Herbststurm geriet und seine Mission um Haaresbreite Schiffbruch erlitten hätte. Nun waren wir dort gelandet, besichtigten die Stätten der alten Seefahrer und die Zeugnisse vergangener Kulturen.
Zeugnis von kĂĽnftiger Kultur zeigten die Konfirmanden unserer Gemeinde:
Sie besuchten das Jahresfest vom CVJM Lippe zu dessen 125. Geburtstag. Mit Spiel, Sport und einem fetzigen Konzert wurde gefeiert. Bei den Wettbewerben und  in den Pausen gab es gute Gelegenheit zu Begegnungen mit anderen Jugendlichen aus ganz Lippe. Es war ein gelungener Abend der zeigte:
Jugendarbeit hat Zukunft, und mit Jesus Christus geht es mutig voran.

„Es wurde licht“

Das neue Lichtkonzept der Erlöserkirche
In der hellen Jahreszeit ist es längst nicht jedem aufgefallen: Nach intensiver Planung gibt es eine neue Kirchen-Beleuchtung am Markt. Innere und äußere Gründe sprachen dafür, dass wir im Vorstand dieses Thema angingen. Zum einen galt es, der „Versammlungsstättenverordnung“ Rechnung zu tragen; ein äußerliches Argument.
Wann immer die Kirche für Konzerte genutzt wird, und mehr als 200 Personen erwartet werden, muss ein Konzept vorliegen für Brandschutz, Fluchtwege und Notbeleuchtung. Nach mancher Diskussion und etlichen Einbauten haben wir es geschafft, die Richtlinien des Verordnung zu erfüllen. So sind uns nun von Amts wegen größere Konzerte erlaubt. „Die Prinzen“ und ihre vielen Gäste waren die ersten Nutznießer dieser sicherheitsbedingten Installationen.
Zum anderen sprachen auch eigene Ansprüche dafür, die Beleuchtung zu überarbeiten: Bisher verbargen sich hinter den Glaskörpern richtige „Stromfresser“; sie wurden durch LED-Lampen ersetzt. Der verringerte Stromverbrauch wird sich irgendwann finanziell bemerkbar machen und ist schon jetzt eine Umwelt-Entlastung.
Wenn junge Augen bei hellstem Sommerwetter keinerlei Seh-Probleme haben, ist es doch etwas anderes, als wenn ältere Menschen zu trüberen Zeiten aus dem Gesangbuch lesen müssen. Auch der Chor freut sich über zusätzliches Licht, das bei den Auftritten aufleuchtet. Sogar der Abendmahlstisch und die historische Orgel werden neuerdings dezent bestrahlt. All diese kleinen Verbesserungen fallen zur Sommerzeit nicht groß ins Auge; aber in der dunklen Jahreshälfte wird der Unterschied deutlich. Der Kirchenvorstand hofft, dem Kirchenschiff damit einen freundlicheren Ausdruck zu verleihen. Bitte achten Sie beim nächsten Besuch einmal darauf.
Burkhard Krebber

Veränderung im Seniorenkreis am Markt

Ăśber viele Jahre hatte es sich eingebĂĽrgert, dass der Seniorenkreis am Markt zweimal im Monat zusammenkam. Zweimal monatlich hat Pastor Krebber fĂĽr ein anspruchsvolles inhaltliches Programm gesorgt. Ehrenamtliche haben die Tische gedeckt und Kuchen gekauft, so dass auch fĂĽr das leibliche Wohl gesorgt wurde, nachdem mit der Andacht stets das Geistliche zuerst kam!
Nun reduziert sich das Angebot des Geistlichen auf „einmal monatlich“. In der Gemeinde war es schon lange  aufgefallen, dass kein anderer Kreis so intensiv von einem Pastor betreut wurde wie dieser. Ab September ist Pastor
Krebber als der „Hirte“ verlässlich am 2. Mittwoch im Monat bei seiner „Herde“.

Ehrenamtlich tätig werden – als Mitglied im Kirchenvorstand

Haben Sie vielleicht schon einmal darüber nachgedacht, ob das Ehrenamt i Kirchenvorstand etwas für Sie wäre? „Gemeinde bewegen“ – unter diesem Motto sind im kommenden Jahr, am Sonntag, 1. März 2020, die nächsten Wahlen zum Kirchenvorstand in den Gemeinden der Lippischen  Landeskirche. Für das Leben unserer Gemeinden ist dieses Gremium unverzichtbar – die Mitglieder (Kirchenälteste) leiten die Gemeinde gemeinsam mit der Pfarrerin oder dem Pfarrer.

Der Kirchenvorstand hat eine Vielfalt an Aufgaben. Zum Beispiel legen die Kirchenältesten die Schwerpunkte der Gemeindearbeit fest (Gottesdienste, Diakonie, Kirchenmusik, Jugendarbeit,
etc.), vertreten die Gemeinde in der Öffentlichkeit, haben die Aufsicht über das Gemeindevermögen und die Immobilien, gewinnen und fördern
Ehrenamtliche.

Jedes Mitglied kann in Ausschüssen, die dem Kirchenvorstand zugeordnet sind, seine Begabungen, Kompetenzen oder Kenntnisse mit einbringen. Von Jugend- oder Öffentlichkeitsarbeit über die Mitarbeit im Bau- oder Finanzausschuss und im Personalausschuss bis hin zur ökumenischen Partnerschaftsarbeit der Kirchengemeinde – vieles ist denkbar und möglich.

Wenn Sie sich die Mitarbeit im Kirchenvorstand vorstellen können und Sie sich von bestimmten Aufgabenfeldern Ihrer Kirchengemeinde angesprochen fühlen, wenden Sie sich gerne für weitere Informationen an Ihre Pfarrerin, Ihren Pfarrer oder an die/den Vorsitzende/n des Kirchenvorstands.
Gewählt werden in den Kirchenvorstand können Sie, wenn Sie Mitglied der Gemeinde und mindestens 18 Jahre alt sind.

Gemeindebriefe in Remmighausen

Manch Remmighauser mag sich gewundert haben, dass er den letzten Gemeindebrief nicht in seinem Briefkasten fand. DafĂĽr gibt es zwei GrĂĽnde:
Zum einen ist der eine oder andere Austeilbezirk zur Zeit leider nicht besetzt. Zum anderen gab es bis vor kurzem in Remmighausen die Regelung, dass wir einen Gemeindebrief in jeden Briefkasten werfen. Nach Inkrafttreten der neuen Datenschutzverordnung mussten wir eine neue Regelung finden: Nun bekommen nur noch Gemeindemitglieder einen Gemeindebrief nach Hause.
Natürlich liegt der Gemeindebrief weiterhin in unseren Kirchen und Gemeindehäusern aus und kann gerne mitgenommen werden. Wenn Sie weiterhin einen Gemeindebrief nach Hause bekommen möchten, melden Sie sich gerne bei Frau Amft im Gemeindebüro,
Tel. 938830.
Vielleicht haben Sie ja auch Lust und Zeit unseren Gemeindebrief in die Häuser zu bringen. Auch dann melden Sie sich gerne bei Frau Amft im Gemeindebüro.

Gottesdienst-Vielfalt in unseren Kirchen: Ein kleiner Rundblick

Für die meisten Gemeindeglieder sehen unsere Gottesdienste sehr gleichförmig aus. Auf weite Strecken ist das auch so gewollt: Eine liturgische Ordnung ist deswegen eingeführt worden, damit sich möglichst viele Besucher möglichst gut in dem Ablauf „zuhause“ fühlen können.
Aber mitunter geht es ganz anders zu in unseren Kirchenschiffen. Zum Schuljahreswechsel kommen Kinder und Jugendliche mit ihren Familien und Lehrern, um Gottesdienste auf je eigene Art zu feiern:
Wenn wir bei den Kleinsten anfangen, dann sind die Entlassungen aus unseren Kindergärten zu erwähnen: Remmighausen hat da eine lange Tradition mit dem „Morgenstern” und der Friedenskirche. Auch die „Schatztruhe” beteiligt sich auf unterschiedliche Weise.
Der erste Schultag spielt natürlich eine besondere Rolle im Leben unserer Kinder, ja im Leben der ganzen Familien! Einschulungsgottesdienste sind Familienfeste, und die Schulen geben sich viel Mühe mit der Ausgestaltung dieser Tage. Vorbereitungsgruppen von Schulkindern und Lehrern haben schon vor den Ferien geprobt, um nach den Ferien die „Neuen” mit einem Gottesdienst willkommen zu heißen. Die Freiligrath-Schule mit ihrem Schul-Verbund ist gerne zu Gast in der Erlöserkirche am Markt.

Was für die Grundschule gilt, wiederholt sich im Gymnasium: Der Einschulungsgottesdienst vom „Grabbe” stand in diesem Jahr unter dem Motto: „Ich bin mehr – Wachsen unter Gottes Segen.” Ähnlich, wie die Schule mit einem Gottesdienst die Kinder willkommen heißt, so verabschiedet sie die Abgänger ebenfalls mit kreativ ausgestalteten Andachten. Die ökumenische Ausrichtung ist selbstverständlich, die Mitwirkung nahezu aller Detmolder Gemeinden ist gegeben und die musikalische Ausgestaltung der Abiturienten ist bemerkenswert. Lebendige Gottesdienste, getragen vom Engagement der jungen Menschen, gefeiert auf den Schwellen ihres Lebensweges!
Wie ernsthaft es dabei zugehen kann zeigt ein Beispiel der Abiturientin Sonja Husemann. Sie hat einen Text beigesteuert in der Tradition des „Poetry Slam” zum Thema des Abi-Gottesdienstes „Gemeinschaft“. Darin heißt es, rasend schnell gesprochen, u.a.:
„…Denn unser Herz bleibt nicht gern alleine und ist in jeder neuen Situation auf der Suche nach einem neuen Teil fĂĽr unser ganz eigenes Puzzle des Lebens…. Man weiĂź nicht, wer sein Teil im Puzzle dazu legt, wer eins verschiebt, verbiegt, austauscht, klaut oder hinausschiebt.
Wer wird einen zu neuen Taten motivieren? Wer von denen wird ein Stück weit mein Selbstbild ruinieren? Und wer wird das wieder kurieren? Wird da jemand sein, mit dem ich lache und erlebnisreiche Reisen mache? Und wo bleibe ich unter all diesen Leuten? Wieviel werde ich mir nachher selbst bedeuten? Was wird da sein am großen, leuchtenden Ende? Einige Herzensmenschen und viele tragende Hände?
– Glaub mir, es ist nicht möglich, dass dein Teil nicht in unser Puzzle passt; denn mit deinen Ecken und Macken, deinen Kurven und Zacken, deinen Fehlern und Besonderheiten, du mit deinen Schatten- und Sonnenseiten, passt perfekt in unser Puzzle der Gemeinschaft. Wir probieren jedes Teil so lange aus, bis es seinen Platz gefunden hat und wir im Ganzen ein Bild ergeben. Dabei ist es nicht entscheidend, was wir gemeinsam sind, sondern dass wir gemeinsam und nicht einsam
sind…”
Der kleine Rundblick mag daran erinnern: Es gibt sie, die lebendigen Gottesdienste, und die Hoffnung ist begründet, dass man beim nächsten Kirchgang einen „schönen” Gottesdienst
erlebt, zu Gottes Ehre und zur menschlichen Stärkung.