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Gottesdienst-Vielfalt in unseren Kirchen:
Ein kleiner Rundblick

Für die meisten Gemeindeglieder sehen unsere Gottesdienste sehr gleichförmig aus. Auf weite Strecken ist das auch so gewollt: Eine liturgische Ordnung ist deswegen eingeführt worden, damit sich möglichst viele Besucher möglichst gut in dem Ablauf „zuhause“ fühlen können.
Aber mitunter geht es ganz anders zu in unseren Kirchenschiffen. Zum Schuljahreswechsel kommen Kinder und Jugendliche mit ihren Familien und Lehrern, um Gottesdienste auf je eigene Art zu feiern:
Wenn wir bei den Kleinsten anfangen, dann sind die Entlassungen aus unseren Kindergärten zu erwähnen: Remmighausen hat da eine lange Tradition mit dem „Morgenstern” und der Friedenskirche. Auch die „Schatztruhe” beteiligt sich auf unterschiedliche Weise.
Der erste Schultag spielt natürlich eine besondere Rolle im Leben unserer Kinder, ja im Leben der ganzen Familien! Einschulungsgottesdienste sind Familienfeste, und die Schulen geben sich viel Mühe mit der Ausgestaltung dieser Tage. Vorbereitungsgruppen von Schulkindern und Lehrern haben schon vor den Ferien geprobt, um nach den Ferien die „Neuen” mit einem Gottesdienst willkommen zu heißen. Die Freiligrath-Schule mit ihrem Schul-Verbund ist gerne zu Gast in
der Erlöserkirche am Markt.

Was für die Grundschule gilt, wiederholt sich im Gymnasium: Der Einschulungsgottesdienst vom „Grabbe” stand in diesem Jahr unter dem Motto: „Ich bin mehr – Wachsen unter Gottes Segen.” Ähnlich, wie die Schule mit einem Gottesdienst die Kinder willkommen heißt, so verabschiedet sie die Abgänger ebenfalls mit kreativ ausgestalteten Andachten. Die ökumenische Ausrichtung ist selbstverständlich, die Mitwirkung nahezu aller Detmolder Gemeinden ist gegeben und die musikalische Ausgestaltung der Abiturienten ist bemerkenswert. Lebendige Gottesdienste, getragen vom Engagement der jungen Menschen, gefeiert auf den Schwellen ihres Lebensweges!
Wie ernsthaft es dabei zugehen kann zeigt ein Beispiel der Abiturientin Sonja Husemann. Sie hat einen Text beigesteuert in der Tradition des „Poetry Slam” zum Thema des Abi-Gottesdienstes „Gemeinschaft“. Darin heißt es, rasend schnell gesprochen, u.a.:
„…Denn unser Herz bleibt nicht gern alleine und ist in jeder neuen Situation auf der Suche nach einem neuen Teil fĂĽr unser ganz eigenes Puzzle des Lebens…. Man weiĂź nicht, wer sein Teil im Puzzle dazu legt, wer eins verschiebt, verbiegt, austauscht, klaut oder hinausschiebt.
Wer wird einen zu neuen Taten motivieren? Wer von denen wird ein Stück weit mein Selbstbild ruinieren? Und wer wird das wieder kurieren? Wird da jemand sein, mit dem ich lache und erlebnisreiche Reisen mache? Und wo bleibe ich unter all diesen Leuten? Wieviel werde ich mir nachher selbst bedeuten? Was wird da sein am großen, leuchtenden Ende? Einige Herzensmenschen und viele tragende Hände?
– Glaub mir, es ist nicht möglich, dass dein Teil nicht in unser Puzzle passt; denn mit deinen Ecken und Macken, deinen Kurven und Zacken, deinen Fehlern und Besonderheiten, du mit deinen Schatten- und Sonnenseiten, passt perfekt in unser Puzzle der Gemeinschaft. Wir probieren jedes Teil so lange aus, bis es seinen Platz gefunden hat und wir im Ganzen ein Bild ergeben. Dabei ist es nicht entscheidend, was wir gemeinsam sind, sondern dass wir gemeinsam und nicht einsam
sind…”
Der kleine Rundblick mag daran erinnern: Es gibt sie, die lebendigen Gottesdienste, und die Hoffnung ist begründet, dass man beim nächsten Kirchgang einen „schönen” Gottesdienst
erlebt, zu Gottes Ehre und zur menschlichen Stärkung.

Neues Gottesdienst-Konzept in Remmighausen

Bedingt durch die reduzierte Pastoren-Zahl wird es ab sofort weniger Gottesdienste in der Friedenskirche geben. Da jetzt nur noch zwei statt vorher drei (und „ganz früher“ vier) Personen tätig sind, kann die volle Anzahl der Gottesdienste nur noch am Markt aufrechterhalten werden. Für die Friedenskirche heißt das demnächst:

Im Allgemeinen feiern wir dort nur noch zweimal pro Monat Gottesdienst:

An jedem 2. und 4. Sonntag im Monat; das lässt sich gut merken.

Eine zusätzliche Neuerung sind die Anfangszeiten: Bisher war 11:30 Uhr der Standard; davon weichen wir nun ab.

Am 2. Sonntag im Monat ist regelmäßig wieder um 10:00 Uhr der Gottesdienst-Beginn. Damit kommen wir dem Wunsch aus der Gemeinde entgegen, bitte wieder früher anzufangen.

Am vierten Sonntag im Monat bleibt es erst einmal bei 11:30 Uhr. Dafür haben wir zwei Gründe: Zum einen gibt es durchaus den Wunsch, zumal bei Konfirmanden-Familien, morgens vor dem Kirchgang etwas länger Frühstücken zu können.

Zum anderen ist es für uns verbleibende Pastoren einfacher, dann eventuell zwei Gottesdienste hintereinander zu feiern, und nach der Erlöserkirche auch die Friedenskirche zu „bedienen“. Nun erwarten wir neue Erfahrungen mit der neuen Regelung. Der Blick auf den Gottesdienstplan zeigt die jeweiligen Zeiten.

Neuverteilung

der Zuständigkeiten und Aufgaben von Pfrn. Lesemann und Pfr. Krebber

Vorstehend haben wir schon dargestellt, dass die Reduzierung der Pfarrer auch Auswirkungen auf die Gottesdienste hat. Durch den Wegfall des Pfarrbezirkes III ist aber auch eine Neuordnung der Pfarrbezirke und damit der Zuständigkeiten und Aufgaben der Pfarrer erforderlich geworden:

Die Straßen im Bereich Gut Herberhausen an der Braker Str. werden dem Pfarrbezirk I (Pfr. Krebber) zugeschlagen.Die pfarramtliche Betreuung erfolgt jedoch aufgrund einer Vereinbarung mit der luth. Kirchengemeinde vorläufig weiter durch Pfr. Erichsmeier.

Die Ortsteile Hohenwart, Brokhausen und Barkhausen gehören zukünftig zum Pfarrbezirk II (Pfrn. Lesemann).

Die Straßenzuordnungen des Bezirkes I im Westen von der „Neustadt“, Lange Str., Siegfriedstr. bis zum Osten Johannettental und Volkhausenstr. bleiben unverändert.

Der Pfarrbezirk II umfasst damit die Ortsteile Hakedahl, Brokhausen, Barkhausen, Rödlinghausen, Drostenkamp, Meiersfeld, Remmighausen, Spork-Eichholz, Schönemark und Schmedissen.

Unsere Kindertagesstätten „Schatztruhe“ in Spork-Eichholz und „Morgenstern“ in Remmighausen (Verwaltung durch Fürstin-Pauline-Stiftung) werden von Pfrn. Lesemann betreut.

Die Andachten im Seniorenheim „Am Dolzer Teich“ werden zukünftig von Pfrn. Lesemann gehalten.

Schmerzhaft, aber unausweichlich: Die Hausbesuche nehmen ab!

Bis zum Ende des vergangenen Jahres konnten viele Seniorengeburtstage durch die eifrige Arbeit vom Besuchskreis und von den Pastoren geleistet werden.

Zwei Entwicklungen greifen nun so weit, dass eine Veränderung fällig wird. Zum einen werden immer mehr Menschen immer älter. Das ist ein erfreulicher Umstand und wird von allen begrüßt. Andererseits besteht unser Besuchskreis aus immer weniger Mitwirkenden. Das führt uns an die Grenze des Machbaren. Nach dem Fortgang von P. Erichsmeier ist auch die Mannschaft der Pastoren reduziert. Mit den verbliebenen zwei Pfarrstellen können heute nicht genau so viele oder gar mehr Besuche absolviert werden als noch vor Jahren, als vier Pfarrer auf unserem Gebiet diese Arbeit leisteten.

Darum hat der Kirchenvorstand beschlossen, dass ab sofort folgende Regel gilt:

Die Pfarrer kommen zum 80., 85. und zum 90. Geburtstag; danach zu jedem weiteren.

Der Besuchskreis kommt nach wie vor zum 75. Geburtstag und besucht auch Menschen, die ihren 86. bis 89. Geburtstag feiern.

Nach wie vor gilt, dass jedes Gemeindeglied auch darĂĽber hinaus das Recht hat, besucht zu werden. In diesem Fall bitten wir freundlich um eine rechtzeitige Benachrichtigung.

Der Besuchskreis ist dringend an weiteren Freiwilligen interessiert, um die anfallenden Terminen gemeinsam wahrzunehmen. Kontaktfreudige Menschen, die mithelfen möchten, melden sich bitte bei Pfarrer i. R. Hans Haack, Tel. 30 29 45.

 

Ehrenamtlich Mitarbeitende gesucht

Ă–kumenische Kranken- und Alten-Hilfe (OKAH): Menschen nehmen sich Zeit fĂĽr Menschen

Die ÖKAH sucht ehrenamtlich Mitarbeitende für den Besuchsdienst in Altenheimen. Alles Leben ist Begegnung: Wer schon Altenhilfeeinrichtungen besucht hat, weiß, wie sehr die Arbeit der Ehrenamtlichen ein unschätzbares Gut für Bewohner und Bewohnerinnen ist. Ehrenamt im Altenheim heißt, Zeit sinnvoll zu nutzen für Menschen, die nicht mehr allein am gesellschaftlichen Leben teilnehmen können und eine Brücke zum Lebensalltag zu sein. Durch die große Unterschiedlichkeit der im Altenheim lebenden Menschen bieten sich vielfältige Betreuungsaufgaben wie das Zuhören, das Dasein in schwierigen Situationen, gemeinsame Spaziergänge, Einkäufe oder die Mitarbeit bei Festen und Feiern.

Diese Vielfalt und der von Ihnen gewünschte zeitliche Rahmen ermöglichen es, eigene Fähigkeiten einzusetzen und sich nicht zu überfordern. Eine Regelmäßigkeit ist wünschenswert.

Die Einsatzgebiete sind Altenheime in Bad Salzuflen, Lage, Blomberg und Detmold.

„Ökumenische Kranken- und Alten-Hilfe“ bedeutet, dass die Mitglieder einer christlichen Konfession angehören und beinhaltet zahlreiche Fortbildungsmaßnahmen, aber auch gemeinsame Ausflüge und geselliges Beisammensein.

Auslagen, die den Mitarbeitenden entstehen, werden ersetzt und es besteht eine Unfall- und Haftpflichtversicherung während der Tätigkeit.

Nähere Informationen hat Bärbel Luft unter Tel. 05231/3083197 oder luft-lippe@web.de

Wir freuen uns auf Sie!