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Abschied vom Besuchsdienst

Nach 14 Jahren im intensiven Ehrenamt legt Pfarrer i. R. Hans Haack die Leitung in andere HĂ€nde.
Hans Haack hat mit dem Wechsel in den Ruhestand auch seinen Wohnort verÀndert. Gemeinsam mit seiner Frau zog er damals von Bielefeld nach Detmold, suchte und fand bald Anschluss
an das hiesige Gemeindeleben. Als erfahrener Seelsorger unterzog er unsere Gemeinde einer sorgfĂ€ltigen Diagnose und stellte fest: Es fehlt ein Besuchskreis. Zu dem Befund gab es eine Therapie: Er selber wĂŒrde diesen Kreis ins Leben rufen und dann auch verantwortlich begleiten und leiten. Das war vor nunmehr fast 15 Jahren.
Schnell fand sich tatsĂ€chlich ein Kreis von Ehrenamtlichen, die bereit waren, im Namen des Kirchenvorstands GrĂŒĂŸe zu ĂŒbermitteln und GlĂŒckwĂŒnsche auszusprechen. Kein Zweifel, dass die
amtierenden Pastoren einen ganz großen Nutzen von dieser UnterstĂŒtzung hatten. Darum gebĂŒhrt Herrn Haack ein besonders großer Dank von dieser Seite. Aber auch darĂŒber hinaus hat sich ein besonders intensiver Bereich an Verbundenheit entwickelt: Die Besuchten bemerkten: Gemeinde-
Aufbau ist nicht nur Pastorensache. Und die Freiwilligen im Besuchskreis spĂŒrten: Sie können einen wichtigen Teil im Ganzen der Gemeinde leisten: GesprĂ€che fĂŒhren, Kontakte herstellen und ein Netz der Verbundenheit knĂŒpfen. DarĂŒber hinaus haben die Mitglieder im Besuchskreis durch Pastor
Haack Anregungen und Weiterbildung erhalten, so wie dieser Kreis auch intern ein gutes Instrument der Identifikation mit unserer Gemeinde geworden ist.
GrĂŒndlich wurden die Besuche vorbereitet und aufmerksam durchgefĂŒhrt. Ihre Zahl lĂ€sst sich nach so vielen Jahren kaum ermessen. Die persönliche, glaubensstĂ€rkende und gemeindebildende
Wirkung sowieso nicht. Ganz gewiss lag Segen auf dem Tun.
Bei seiner abschließenden Andacht im Besuchskreis betonte Pastor Haack, dass unser Wirken einer Kerze vergleichbar ist: Sie will brennen, leuchten, ihr Licht verströmen. Ihrer Bestimmung kommt sie nicht nach, wenn sie nur im Schrank aufbewahrt wird. Erst in dem Verzehr und der Verschwendung der eigenen Kraft findet sie zu ihrem Ziel. Dieses Bild hat er auf den Dienst in der Gemeinde gemĂŒnzt: Selbst auf die Gefahr hin, sich zu verzehren, liegen die Verheißung und der Segen unseres Herrn Jesus Christus. (Das Foto zeigt ihn bei der warmherzigen Ansprache).
Gerne hĂ€tte Pastor Haack diesen Hirtendienst weiter gefĂŒhrt, aber das eigene Alter, durchmischt mit gesundheitlichen Störungen haben ihn zum Abschied bewogen. Die verbliebenen Mitwirkenden werden ein neues Konzept suchen. In jedem Fall werden weiterhin Freiwillige gesucht, die sich auf
den Weg machen, um fĂŒr die Gemeinde gute GrĂŒĂŸe zum Geburtstag auszusprechen. Das ist in diesen Tagen umso wichtiger, als momentan keine Namen mehr im Gemeindebrief veröffentlicht
werden dĂŒrfen. Wo der Gemeindebrief ausfĂ€llt, da ist persönliches Engagement gefragt. Wir laden herzlich ein, in diesem Kreis mitzumachen. Es wĂ€re der beste Dank an den „Vater“ dieses
Kreises, wenn Pastor Haack das weitere Gedeihen erleben kann, und wenn er demnÀchst selber als Senior Besuch erhÀlt aus unserer Gemeinde.

Gemeindebriefe in Remmighausen

Manch Remmighauser mag sich gewundert haben, dass er den letzten Gemeindebrief nicht in seinem Briefkasten fand. DafĂŒr gibt es zwei GrĂŒnde:
Zum einen ist der eine oder andere Austeilbezirk zur Zeit leider nicht besetzt. Zum anderen gab es bis vor kurzem in Remmighausen die Regelung, dass wir einen Gemeindebrief in jeden Briefkasten werfen. Nach Inkrafttreten der neuen Datenschutzverordnung mussten wir eine neue Regelung finden: Nun bekommen nur noch Gemeindemitglieder einen Gemeindebrief nach Hause.
NatĂŒrlich liegt der Gemeindebrief weiterhin in unseren Kirchen und GemeindehĂ€usern aus und kann gerne mitgenommen werden. Wenn Sie weiterhin einen Gemeindebrief nach Hause bekommen möchten, melden Sie sich gerne bei Frau Amft im GemeindebĂŒro,
Tel. 938830.
Vielleicht haben Sie ja auch Lust und Zeit unseren Gemeindebrief in die HĂ€user zu bringen. Auch dann melden Sie sich gerne bei Frau Amft im GemeindebĂŒro.

Treffen der Aktiven beim Danke-Schön-Kaffeetrinken
fĂŒr die AustrĂ€ger in Detmold-Ost

Am Donnerstag, 27.09.2018 kamen Verteilerinnen und Verteiler des Gemeindebriefes zusammen, die ehrenamtlich unsere Briefe zu den ĂŒbrigen Gemeindegliedern tragen. Gut 80 Personen
sind allein in Ost damit betraut. Der Kirchenvorstand hatte eingeladen, um mit Kaffee und Kuchen sein „Dankeschön“ auszusprechen fĂŒr die ehrenamtliche Bereitschaft, die Gemeindebriefe
„unter das Volk“ zu bringen. Ca. 20 Personen waren der Einladung gefolgt. Bei dieser Gelegenheit konnten auch die aktuellen Themen angesprochen werden. Überwiegend wurde die durchgĂ€ngige Farbigkeit des Briefes gutgeheißen. Mit großem Bedauern wurde zur Kenntnis genommen, dass
die Geburtstage der Gemeindeglieder durch ein EU-Gesetz nicht mehr „ohne Weiteres“ veröffentlicht werden dĂŒrfen. Damit verliert der Gemeindebrief eine fundamentale Funktion.
Sobald das entsprechende Gesetz gelockert werden sollte, werden die Festtage natĂŒrlich wieder im Gemeindebrief erscheinen.
Ein anderes, dauerhaftes Thema ist die Gewinnung von neuen Personen, die zum Austragen bereit sind. Wer sich fĂŒr diesen Schritt entscheidet, erfĂ€hrt das Gemeindeleben von einer ungewohnten
Seite und trĂ€gt zu seiner Veröffentlichung bei. Dies ist allemal des Dankes wert. Darum lĂ€dt der Kirchenvorstand regelmĂ€ĂŸig zu den Treffen ein. LĂŒcken sind stets neu aufzufĂŒllen.
Wir hoffen, demnĂ€chst wieder alle Straßen beschicken zu können. Wenn wir Ihr Interesse fĂŒr diesen Dienst geweckt haben, dann sprechen Sie uns an (Tel. 93 88 30).

VerÀnderte Gottesdienstzeiten in Remmighausen

Nein, wir werden die Gottesdienstzeiten in Remmighausen nicht schon wieder verÀndern. Als aber die neue Regelung im Januar 2018 in Kraft trat, war auch klar, dass es sich zunÀchst um eine Erprobungsphase handelt. Nach fast einem Jahr hat sich der Kirchenvorstand die Gottesdienstsituation in Remmighausen noch einmal angeschaut und einen Beschluss gefasst,
der die Erprobungsphase beendet. Der Beschluss lautet, dass in der Regel in Remmighausen am 2. Sonntag im Monat um 10 Uhr Gottesdienst gefeiert wird und am 4. Sonntag im Monat um 11.30 Uhr. Es kann aber durch kirchliche Feiertage oder andere Ausnahmesituationen passieren, dass von dieser Regel abgewichen wird. Es werden aber auf jeden Fall jeden Monat zwei Gottesdienste in der Friedenskirche in Remmighausen gefeiert.

Bitte beachten Sie die angegebenen Gottesdienstzeiten im Gemeindebrief und die AushÀnge
in den SchaukĂ€sten. KirchcafĂ© wird es kĂŒnftig zu besonderen AnlĂ€ssen geben.

Gottesdienst-Vielfalt in unseren Kirchen: Ein kleiner Rundblick

FĂŒr die meisten Gemeindeglieder sehen unsere Gottesdienste sehr gleichförmig aus. Auf weite Strecken ist das auch so gewollt: Eine liturgische Ordnung ist deswegen eingefĂŒhrt worden, damit sich möglichst viele Besucher möglichst gut in dem Ablauf „zuhause“ fĂŒhlen können.
Aber mitunter geht es ganz anders zu in unseren Kirchenschiffen. Zum Schuljahreswechsel kommen Kinder und Jugendliche mit ihren Familien und Lehrern, um Gottesdienste auf je eigene Art zu feiern:
Wenn wir bei den Kleinsten anfangen, dann sind die Entlassungen aus unseren KindergĂ€rten zu erwĂ€hnen: Remmighausen hat da eine lange Tradition mit dem „Morgenstern” und der Friedenskirche. Auch die „Schatztruhe” beteiligt sich auf unterschiedliche Weise.
Der erste Schultag spielt natĂŒrlich eine besondere Rolle im Leben unserer Kinder, ja im Leben der ganzen Familien! Einschulungsgottesdienste sind Familienfeste, und die Schulen geben sich viel MĂŒhe mit der Ausgestaltung dieser Tage. Vorbereitungsgruppen von Schulkindern und Lehrern haben schon vor den Ferien geprobt, um nach den Ferien die „Neuen” mit einem Gottesdienst willkommen zu heißen. Die Freiligrath-Schule mit ihrem Schul-Verbund ist gerne zu Gast in
der Erlöserkirche am Markt.

Was fĂŒr die Grundschule gilt, wiederholt sich im Gymnasium: Der Einschulungsgottesdienst vom „Grabbe” stand in diesem Jahr unter dem Motto: „Ich bin mehr – Wachsen unter Gottes Segen.” Ähnlich, wie die Schule mit einem Gottesdienst die Kinder willkommen heißt, so verabschiedet sie die AbgĂ€nger ebenfalls mit kreativ ausgestalteten Andachten. Die ökumenische Ausrichtung ist selbstverstĂ€ndlich, die Mitwirkung nahezu aller Detmolder Gemeinden ist gegeben und die musikalische Ausgestaltung der Abiturienten ist bemerkenswert. Lebendige Gottesdienste, getragen vom Engagement der jungen Menschen, gefeiert auf den Schwellen ihres Lebensweges!
Wie ernsthaft es dabei zugehen kann zeigt ein Beispiel der Abiturientin Sonja Husemann. Sie hat einen Text beigesteuert in der Tradition des „Poetry Slam” zum Thema des Abi-Gottesdienstes „Gemeinschaft“. Darin heißt es, rasend schnell gesprochen, u.a.:
„…Denn unser Herz bleibt nicht gern alleine und ist in jeder neuen Situation auf der Suche nach einem neuen Teil fĂŒr unser ganz eigenes Puzzle des Lebens
. Man weiß nicht, wer sein Teil im Puzzle dazu legt, wer eins verschiebt, verbiegt, austauscht, klaut oder hinausschiebt.
Wer wird einen zu neuen Taten motivieren? Wer von denen wird ein StĂŒck weit mein Selbstbild ruinieren? Und wer wird das wieder kurieren? Wird da jemand sein, mit dem ich lache und erlebnisreiche Reisen mache? Und wo bleibe ich unter all diesen Leuten? Wieviel werde ich mir nachher selbst bedeuten? Was wird da sein am großen, leuchtenden Ende? Einige Herzensmenschen und viele tragende HĂ€nde?
– Glaub mir, es ist nicht möglich, dass dein Teil nicht in unser Puzzle passt; denn mit deinen Ecken und Macken, deinen Kurven und Zacken, deinen Fehlern und Besonderheiten, du mit deinen Schatten- und Sonnenseiten, passt perfekt in unser Puzzle der Gemeinschaft. Wir probieren jedes Teil so lange aus, bis es seinen Platz gefunden hat und wir im Ganzen ein Bild ergeben. Dabei ist es nicht entscheidend, was wir gemeinsam sind, sondern dass wir gemeinsam und nicht einsam
sind…”
Der kleine Rundblick mag daran erinnern: Es gibt sie, die lebendigen Gottesdienste, und die Hoffnung ist begrĂŒndet, dass man beim nĂ€chsten Kirchgang einen „schönen” Gottesdienst
erlebt, zu Gottes Ehre und zur menschlichen StÀrkung.